Jeffrey Döring
www.jeffrey-doering.de/Jeffrey Döring ist freier Regisseur für Musiktheater und partizipative Projekte. Ein Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung dokumentarischer Arbeiten, die Musik, Installation und Medienkunst miteinander verbinden. Zudem erarbeitet er regelmäßig Projekte in Deutscher Gebärden- und Lautsprache mit Tauben Künstler:innen.

Vorstellung
Jeffrey studierte Theaterwissenschaft in Berlin und anschließend Dramaturgie für Theater und Medien in Ludwigsburg. Darauffolgend absolvierte er ein Volontariat in der Dramaturgie der Bayerischen Staatsoper. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen sozialer Kunst (Social Artistry) und dokumentarischem Musiktheater und wurden u.a. an der Opéra de Lille, dem ZiMMT Leipzig, der Staatsoper Stuttgart, beim PODIUM Festival Esslingen, am Theater Rampe, dem Volkstheater Rostock, den Landesbühnen Sachsen und am Landesmuseum Württemberg präsentiert. In seinen Arbeiten widmet er sich vor allem sozialen Randgruppen, deren Stimmen und Perspektiven er stärken möchte. So entwickelte er Projekte und recherchierte zu Themen wie Hochsensibilität, alternative Liebeskonzepte, häusliche Gewalt, Wohnungslosigkeit und Einsamkeit im Alter.
Ebenso erarbeitet er regelmäßig Theaterarbeiten mit Bürger:innen insbesondere im Ländlichen Raum. 2019-2022 gründete und leitete er die "Elsterberger Burgfestspiele" im Vogtland und ist seit 2025 der Künstlerische Leiter des "Greizer Theaterherbst", beides soziokulturelle Theaterfestivals.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Arbeit mit Tauben Künstler:innen und die künstlerische Erforschung der Deutschen Gebärdensprache für die Bühne. Im Zuge dessen arbeitete er für das Deutsche Gehörlosentheater, das Theater für Niedersachsen, absolvierte eine flausen-Residenz an der Theaterwerkstatt Pilkentafel und realisierte diverse Projekte in der Freien Szene.
Er ist Gründer und künstlerischer Leiter von Goldstaub e.V., einer freien Theater- und Mediengruppe, mit der bisher die Gehörlosenoper „Rat Krespel“ (2016), das installative Musiktheater "Brennender Schnee" (2017), das musikalische Stationentheater "Wankelmut der Herzen" (2019) und der Opernfilm "Tränen der Daphne" (2021) entstanden.
Für seine Arbeiten erhielt er das Marie-Zimmermann-Stipendium der Akademie Schloss Solitude, sowie Stipendien der Kulturstiftung des Freistaats Sachsen, der Kulturstiftung des Bundes, des Kulturamts Leipzig und des Fonds Darstellende Künste. 2022 gewann er mit Ausstatterin Hannah Ebenau den bundesweiten Regiewettbewerb der Landesbühnen Sachsen zur Oper "RUSALKA". Die daraus entstandene Produktion, die Gebärden- und Lautsprache miteinander verband, wurde 2024 für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST nominiert.
2024 erhielt er den internationalen Mortier Next Generation Award an der Pariser Oper als Nachwuchsregisseur im Musiktheater. Damit verbunden war eine dreimonatige Residenz am Wissenschaftskolleg Berlin.


